Pfarre St. Georgen an der Stiefing
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Samstag, 4. September 2010
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1147 wird der Ortsname „St.Georgen“ erstmals urkundlich bezeugt. Das dem hl. Georg geweihte Gotteshaus muss daher schon vorher errichtet worden sein.

Die Grafen von Plain hatten es als ihre Eigenkirche (Burgkirche) erbauen lassen.

Diese erste Kirche war im romanischen Stil erbaut. Sie hatte eine flache Holzdecke, der Eingang befand sich im Westen (heutige Andachtskapelle) und der Kirchturm stand im Osten (dort wo auch der Altar stand und steht). Außerdem gab es beim Eingang eine Vorhalle und eine Verbindung zur Burg (Schloss). Bald wurde der Turm nach Westen verlegt – um einen besseren Beobachtungspunkt für die Burg zu haben.

Die Kirche war bereits damals sehr groß, was bestimmt mit ein Grund war hier in St.Georgen eine Urpfarre zu gründen.

Um das Jahr 1480 kam es zu einem Krieg zwischen dem deutschen Kaiser und dem ungarischen König. Bei diesen Kämpfen erlitt auch „sanndt Jorgen“ schwere Zerstörungen. Wahrscheinlich brannten auch Dach, Holzdecke und Einrichtung der Kirche ab. Nach 1481 baute man die Pfarrkirche im gotischen Stil wieder auf. Man verlängerte den Kirchenraum und zog ein steinernes Gewölbe ein. Kirche und Kirchhof wurden mit einer hohen Mauer und Gräben umgeben und mit der Burg verbunden. So entstand eine starke Wehranlage, in die sich die Menschen bei Gefahr retten konnten. 

Da die Pfarrkirche bereits äußerst baufällig geworden war, entschloss sich 1750 der sehr tatkräftige Pfarrer Deminikus Segmiller zu einem großangelegten Umbau:

Mauern wurden trockengelegt, die Mauern und Gräben der Wehranlage wurden eingeebnet und der Kirchhof vergrößert. Eine weitere Seitenkapelle wurde errichtet. Die Einrichtung und das Gewölbe wurden im Barockstil vollständig erneuert. Der Kirchturm wurde gründlich renoviert und bekam einen Zwiebelhelm. 1768 wurde alles in Rahmen eines Festes eingeweiht.

Im 19. Jahrhundert war die Einwohnerzahl der Pfarre stark gestiegen und die Kirche zu klein geworden. Man überlegte gleich einen Neubau zu errichten und sammelte auch fleißig Geld dafür. Das Ansuchen wurde jedoch von den Behörden abgelehnt.

Geld war da – so entschloss sich 1905 Pfarrer Graf d’Avernas, - nach neuem Plan - einen größeren Umbau auch ohne Erlaubnis in Angriff zu nehmen. Das Dach wurde abgetragen und die Mauern um einen Meter erhöht. Das neue Gewölbe war 2 Meter höher. Die Seitenkapellen wurden nach rückwärts verlängert und zu Seitenschiffen mit Emporen ausgebaut. Vereine und Privatpersonen stifteten gemalte Fenster.

Von den Kunstgegenständen des Barocks haben sich Statuen und Bilder in der Kirche und im Pfarrhof erhalten. Steinerne Monumente und Grabplatten, die wieder in die Wände eingemauert wurden, verbinden St. Georgens lange Vergangenheit mit der Gegenwart.

Die Bevölkerung schätzte die Arbeit ihres Pfarrers Graf d’Avernas sehr. Außerdem hatte er St. Georgen vor dem Schicksal anderer Pfarreien bewahrt, in denen damals auch gesammelt, aber nicht gebaut wurde. In der Inflation nach dem 1. Weltkrieg lösten sich dann große Geldbeträge in nichts auf.

1921 wurde elektrisches Licht in der Kirche installiert.

1972 wurden ein Volksaltar und eine Priesterbank aufgestellt.

1980 erfolgte unter Pfarrer Johann Neumann eine neuerliche Außenrenovierung – seither die orange Farbe.

Die Jahre danach dienten dem Bau einer Aufbahrungshalle und der Neugestaltung des Kirchhofes.

1997 wurde unter Pfarrer Mag. Blasius Chudoba eine weitere Innenrenovierung durchgeführt. Der Altarraum wurde neu gestaltet, eine Taufkapelle errichtet und die „Gruft“ als Andachtsstätte geöffnet.

 


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Vom 22. August bis 28. August sind die Jungschar- und Ministrantenkinder wieder auf Lager

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Am 02. September fand unser diesjähriges Grillfest für unsere Ministranten im Schloss Neudorf statt.


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